DBT für komplexe PTSD

In aller Kürze

 

Die DBT-PTSD wurde spezifisch für Patientinnen und Patienten entwickelt, die an den Folgen von interpersoneller Gewalterfahrung (sexueller und/oder körperlicher Gewalt) in Kindheit und Jugend leiden. Die Diagnose „komplexe PTSD“ beschreibt ein breites Ströungsbild, denn neben den typischen Problemen des Trauma-Gedächtnisses (Intrusionen, Flashbacks, Alpträume), leiden die meisten Betroffenen auch unter tiefgreifenden Problemen der Emotionsregulation, des Selbstkonzeptes und der zwischenmenschlichen Kooperation.

DBT-PTSD ist ein multimodulares Therapieprogramm, das in sehr verdichteter Form alle Komponenten der komplexen PTBS berücksichtigt und gezielt behandelt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, integriert DBT-PTSD Komponenten der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT), der kognitiven Verhaltenstherapie, der Acceptance und Commitment Therapie (ACT) sowie Interventionen aus der Compassion Focused Therapy (CFT).

Zwei kontrolliert randomisierte Studien zeigten sehr hohe Wirksamkeit (Effektstärken um 1.4), aber auch hohe Akzeptanz und Sicherheit im stationären und im ambulanten Bereich.

Dies ist insbesondere erwähnenswert, da in diesen Studien auch Patientinnen mit schweren dissoziativen Symptomen, chronischer Suizidalität und selbstverletzendem Verhalten eingeschlossen – und erfolgreich behandelt werden konnten. DBT-PTSD ist mittlerweile in den S3 Leitlinien für Posttraumatische Belastungsstörungen empfohlen und findet auch international Verbreitung.

DBT-PTSD kann entweder als 12 Wochen stationäres Intensiv-Programm angeboten werden, oder als reines ambulantes Einzeltherapieprogramm über 45 Sitzungen.

Da das Behandlungsprogramm auf einem sehr gut strukturierten, mit zahlreichen Arbeitsblättern bestückten Manual basiert, genügen in aller Regel vier Tage Schulung.

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