Vorwort

Die Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Psychotherapie (AWP) bietet 2018 zwei Fortbildungsprogramme für Evidenz basierte spezifische Psychotherapeutische Verfahren an:

  • Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) für Borderline- Störungen nach M. Linehan
  • Curriculum Traumatherapie (CTT)

DBT und CTT sind von den jeweiligen Dachverbänden akkreditiert (Deutscher Dachverband DBT (DDBT), bzw. Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT). Alle Module werden von den zuständigen Ärzte- und Psychotherapeutenkammern zertifiziert.

DBT: Dialektisch Behaviorale Therapie der Borderline- Störung (DBT) nach Marsha Linehan

Leitung: Prof. Dr. Martin Bohus

Die DBT gilt heute als das wissenschaftlich am besten abgesicherte Behandlungsverfahren für Patienten mit Borderline-Störung. Die DBT basiert auf einem neuro-behavioralen Modell der Borderline-Störung: Eine generalisierten Störung der Emotionsregulation, dysfunktionale Grundannahmen und Probleme des Selbst- Konzeptes werden durch dysfunktionale Verhaltensmuster moduliert und aufrechterhalten.

Die Therapie zielt daher auf spezifische Verbesserung der Emotionsregulation unter Einsatz von Verhaltensmodifikation, kognitiver Umstrukturierung und Verbesserung der Selbst-Aktzeptanz durch Achtsamkeits-basierte Methoden.

Die DBT kombiniert Einzeltherapie mit Fertigkeitentraining in der Gruppe, und kann sowohl stationär als auch ambulant angeboten werden. Die Überlegenheit der DBT gegenüber herkömmlichen, unspezifischen Behandlungsmethoden konnte in mittlerweile randomisierten, kontrollierten Studien im ambulanten und stationären Bereich belegt werden. Unterschiede fanden sich neben allgemeiner Stabilisierung der Psychopathologie und der sozialen Einbindung vor allem in der Häufigkeit von Selbstschädigungen, in der Reduktion von stationären Aufenthalten und in der Therapie-Compliance. Die DBT legt großen Wert auf eine klare Didaktik, die eine rasche und relativ einfache Umsetzung im klinischen Alltag ermöglicht. In den letzten Jahren wurden Modifikationen der DBT entwickelt: DBT-S für den Drogenbereich, DBT-F für die Forensik, DBT-A für adoleszente Borderline-PatientInnen, DBT-E für komorbide Essstörungen.

Der Deutsche Dachverband für Dialektisch Behaviorale Therapie (DDBT) beauftragte die AWP Freiburg mit der Fortbildung in DBT. Akkreditiert von und in enger Kooperation mit Marsha Linehan und ihrem Team (Behavioral Technology Transfer Group) haben wir uns zum Ziel gesetzt, die DBT und deren Adaptationen im deutschsprachigen Raum zu verbreiten. Dies betrifft sowohl den ambulanten als auch den stationären Sektor. Unser Team setzt sich aus PsychologInnen und ÄrztIn- nen zusammen, die bei Marsha Linehan ausgebildet wurden und Trainer, - bzw. Supervisorenstatus erhalten haben.

Zur Ausbildung haben wir ein Modulsystem gewählt, das einerseits einer möglichst breiten Gruppe von Interessierten die Möglichkeit eröffnet, die DBT kennen zu lernen und erste Erfahrungen damit zu sammeln. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, einen kompletten Ausbildungsgang zu wählen und mit einer Zertifizierung DBT-Therapeut (DDBT) abzuschließen. Dies gilt auch für Pflegepersonal, Sozialabeiter und (Sozial-) Pädagogen, Ergotherapeuten und Körpertherapeuten sowie andere klinisch tätige Berufsgruppen. Für diese Berufsgruppen bieten wir spezifische Modulfolgen an, die mit dem Zertifikat DBT (SB) (Dialektisch Behaviorale Therapie für Sozialberufe), (DDBT), abgeschlossen werden können.

Die Fortbildungsrichtlinien des Dachverbandes DBT, sowie die Inhalte der curricularen Module entnehmen Sie bitte dieser Website, bzw. der Homepage des Dachverbandes DBT (www.dachverband-dbt.de).

Die Fortbildungsrichtlinien des Dachverbandes DBT, sowie die Inhalte der curricularen Module entnehmen Sie bitte dieser Website, bzw. der Homepage des Deutschen Gesellschaft für Traumatherapie (www.degpt.de).

 

Für das gesamte Team
Prof. Dr. Martin Bohus
Dr. Regina Steil