Qualifikation als DBT-Therapeut (KJ)

  1. Approbation
  2. 32 Stunden Standard DBT plus 64 Stunden DBT-A (insgesamt 12 Tage a 8 Stunden)
  3. Zwei supervidierte Fälle von jugendlichen Patienten unter Einbezug der Bezugspersonen (mindestens einer davon überwiegend ambulant über 6 Monate)
  4. Eine supervidierte Skills-Gruppe mit Jugendlichen und Bezugspersonen (ambulant 6 Monate oder stationär mit 2 Terminen pro Woche 3 Monate). Findet die Skills-Gruppe in Abwesenheit der Bezugspersonen statt, so ist zusätzlich die Leitung einer Elterngruppe nachzuweisen.
  5. Empfehlungsschreiben Supervisor
  6. Fachgespräch

1.) Approbation

Entspricht den Vorraussetzungen zum DBT-Therapeuten. Sollte keine Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut oder als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie vorliegen, sollte mindestens eine einjährige Erfahrung im Kinder- und Jugendbereich nachgewiesen werden oder es sollte der Fachkundenachweis über die Berechtigung zur Behandlung von Kinder- und Jugendlichen nach den Richtlinien der kassenärztlichen Vereinigung vorliegen (Die Ausbildung kann bereits vor Erhalt der Apprrobation oder des Fachkundenachweises begonnen und auch abgeschlossen werden, die Zertifizierung erfolgt jedoch erst mit diesem Nachweis)

2.) Theorie

Teilnahme an:

DBT-Basis I (16 h)

DBT-Skills I (16 h)

DBT-A-Basis (24 h)

DBT-A-Skills (24 h)

DBT-A-Aufbau (16 h)

3.) Supervision

Supervision der Behandlung von zwei Jugendlichen mit emotional-instabilen Persönlichkeitszügen unter Einbezug der Bezugspersonen. Mindestens einer der Fälle sollte überwiegend ambulant über die Dauer von sechs Monaten behandelt werden. Es sind insgesamt 23 Supervisionsstunden nötig, wovon mindestens 8 Supervisionsstunden in Form von videogestützten Einzelsupervisionen genommen werden müssen. Mindestens eins dieser Videos sollte ein Gespräch mit Jugendlichem und Bezugspersonen zeigen. Die 8 Videobänder werden komplett gesichtet. Der Rest von 15 Supervisionsstunden kann wahlweise auch im Rahmen von Supervisionsworkshops abgegolten werden, wobei ein Workshop wie 5 Einzelsupervisionen bewertet wird. In den Supervisionsworkshops muss einer der zu supervidierenden Fälle dargestellt werden. Ein Supervisionsworkshop besteht aus 16 Unterrichtseinheiten. Damit der Supervisionsprozess gewährleistet ist, müssen mit Ausnahme der Supervisionsworkshops die Supervisionen kontinuierlich durch einen Supervisor begleitet werden.

4.) Supervidierte Skills-Gruppe

Leitung einer Skills-Gruppe mit Jugendlichen und Bezugspersonen über ein halbes Jahr ambulant oder 3 Monate stationär bei gleicher Terminanzahl. Davon müssen mindestens 4 Sitzungen von einem DBT-Supervisor (einzeln oder in der Gruppe) per Video ausschnittsweise supervidiert werden. Alternativ hierzu kann auch eine Skills-Gruppe nur mit Jugendlichen unter den gleichen Bedingungen supervidiert werden. Zusätzlich muss dann jedoch die Leitung einer Elterngruppe nachgewiesen und anhand zweier Videobänder dokumentiert und supervidiert werden.

5.) Empfehlungsschreiben des Supervisors

6.) Fachgespräch

Beinhaltet eine Falldarstellung nach DBT-A. Weitere Kriterien wie beim DBT-Therapeuten.

7.) Mit dem zusätzlichen Nachweis von 40 Stunden Einzeltherapie mit Erwachsenen sowie 4 diesbzgl. Supervisionstunden kann zusätzlich der Titel DBT-Therapeut bei Vorhandensein der notwendigen Zugangsvoraussetzungen (siehe Fortbildung zum DBT-Therapeuten) erworben werden.

5 Tage „Basics“ Inhalte
DBT-Teil 18h entspricht dem DBT-Curriculum
DBT-Teil 28h entspricht dem DBT-Curriculum
DBT-A-Teil 18h Einschlusskriterien und Diagnostik im Jugendbereich, Epidemiologie
Besonderheiten bzgl. Kontaktaufnahme, Commitment-Strategien und Beziehungsaufbau bei Jugendlichen
Einbezug von Eltern / Bezugspersonen:
Grundannahmen für Jugendliche und Eltern
Umgang mit vertraulichen Informationen
Commitment der Eltern / Bezugspersonen
Hierarchie der Therapieziele (therapiegefährdendes Verhalten der Eltern)
Vermittlung des Biosozialen Modells
DBT-A-Teil 28h Verhaltensanalysen (einzeln oder gemeinsam für Bezugsperson und Jugendlichen)
Therapieplanung mit Fallbeispiel
Telefoncoaching (der PatientIn/ der Eltern)
Unterstützung der Familie im Umgang mit suizidalen Krisen des Jugendlichen
DBT-A-Teil 38h Stationäre DBT-A
Strukturelle Voraussetzungen
Vorbereitung und Behandlungsplanung
Behandlungsmodule
Bezugsbetreuerstunden
Kontingenzmanagement
Teambesprechungen
Umgang mit der Gruppendynamik im Stationsalltag
Umgang mit „Regeln“
5 Tage „Skills“ Inhalte
DBT-Teil 18h entspricht dem DBT-Curriculum =Skills I
DBT-Teil 28h entspricht dem DBT-Curriculum =Skills I
DBT-A-Teil 18h Besonderheiten im Umgang mit Gruppen von Jugendlichen
Skillsgruppe für Jugendliche und deren Eltern/Bezugspersonen/ Elterngruppe
Vorstellung des veränderten Manuals (Fleischhaker, Böhme et al., 2001)
Vorstellung des zusätzlichen Moduls: walking the middle path
Rolle von positiver und negativer Verstärkung in der Familie für dysfunktionales Verhalten
Dialektische Dilemmata in Familien
DBT-A-Teil 28h Familien-Skills: (in Anlehnung an Fruzzetti)
Achtsamkeit innerhalb der Beziehung
Emotionsmanagement
Gemeinsame Zeit
Rolle von adäquatem Gefühlausdruck (transaktionales Modell und primäre vs. sekundäre Emotionen)
Validierung
DBT-A-Teil 38h Vertiefung zum Teachen von Skills
Problemstellungen im Skillstraining
2 Tage Aufbau Inhalte
DBT-A-Teil 1 DBT-Adherence/ Bug-Sessions
DBT-A-Teil 2 Umgang mit komorbiden Störungen im Jugendalter/
Burnout-Prophylaxe/ Supervisionsvereinbarungen