DBT-Therapeuten für Sozial- und Pflegeberufe

DBT-Therapeuten für Sozial- und Pflegeberufe müssen den Nachweis erbringen, dass sie in der Lage sind, Patienten mit Borderline-Störungen in den jeweiligen Einrichtungen zu betreuen und die psychotherapeutischen Behandlungen zu unterstützen.

Folgende Bausteine müssen erfüllt sein:

  • Voraussetzungen (Diplom)
  • Theorie in Verhaltenstherapie (24h)
  • Theorie in DBT (96h)
  • Berufliche Tätigkeit mit Borderline-Patienten (min. 6 Monate)
  • Durchführung einer Skills-Gruppe als Co-Therapeut
  • Video-Nachweis von spezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten in DBT
  • Fachgespräch

1.) Voraussetzungen (Diplom)

Abgeschlossenes Examen als Krankenschwester oder –pfleger, Diplom in Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Pädagogik oder Psychologie (nicht approbiert), abgeschlossene Ausbildung zum Ergotherapeut, Körpertherapeut, Physiotherapeut. Für Österreich gilt zusätzlich: Theologen und Lehrer.

2.) theoretische Ausbildung in Verhaltenstherapie

Nachweis der Teilnahme an einem Grundkurs in verhaltenstherapeutischen Standardmethoden über mindestens 24 Stunden.

3.) theoretische Ausbildung in DBT

Nachweis der Teilnahme an den Theoriebausteinen eines vom Dachverband akkreditierten Fortbildungsinstitutes bzw. eines bei einem Fortbildungsinstitut akkreditierten Trainers: Kompakt I (Basis I und Skills I), Kompakt II (Basis II und Skills II) und Kompakt III. Der zeitliche Gesamtumfang beträgt 96 Stunden.

4.) berufliche Tätigkeit mit Borderline-Patienten (min. 6 Monate)

Nachweis einer halbjährlichen ganztägigen (oder äquivalenten) Anstellung auf einer Station, Tagesklinik, Ambulanz oder sozialpsychiatrischen Einrichtung (oder eines Äquivalents), die Borderline-Patienten behandelt.

5.) Durchführung einer Skills-Gruppe als Co-Therapeut

6.) Sammlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in DBT

Dies beinhaltet Kenntnisse in biosozialer Theorie, Fertigkeiten bei der Durchführung der Skills-Gruppe als Co-Therapeut sowie bei der Durchführung von Verhaltensanalysen und der Vermittlung von Skills im Einzelkontakt. Der Nachweis muss anhand von mindestens sechs Videobändern erbracht werden. Diese müssen von einem DBT-Supervisor supervidiert und der auf ihnen gezeigte Behandlungsstandard muss als ausreichend eingeschätzt werden.

7.) Empfehlungsschreiben des Supervisors an den Dachverband

8.) Fachgespräch

Die Prüfung erfolgt durch zwei Mitglieder des Prüfungsausschusses. Von diesen ist mindestens einer DBT–Co-Therapeut. Der Kandidat präsentiert einen 10-minütigen Videoausschnitt, anhand dessen seiner Meinung nach gute DBT dokumentiert wird. Der Videoausschnitt sollte keinem der sechs bereits supervidierten Videobänder entnommen sein. An die Videodokumentation schließt sich ein ca. 20-minütiges kollegiales Fachgespräch an, in dem die Inhalte des Videos mit den Grundlagen der DBT in Beziehung gesetzt und diskutiert werden.

Der Kandidat sollte anhand von Video-Segmenten den Verlauf der Behandlung dokumentieren und Beispiele demonstrieren, die seiner Meinung nach gute DBT darstellen.